Pastor Jan-Robert Beenen-Tandler
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  11. ---- "Kreuzweg von Auschwitz" Bild von Stefan Mandrysch. Zingst. Gedicht: "Stiller Protest" von Jan-Robert Beenen-Tandler in dem neuen Buch Zumutungen.
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11. ---- "Kreuzweg von Auschwitz" Bild von Stefan Mandrysch. Zingst. Gedicht: "Stiller Protest" von Jan-Robert Beenen-Tandler in dem neuen Buch Zumutungen.

Stiller Protest


Worte vorweg:

„Josef Mandrysch – In Erwartung seines zweiten Weihnachtsfestes im KZ Auschwitz schrieb er das Gedicht „Der Tannenbaum“. Es ist dem in Sütterlinschrift verfassten Gedichtheft entnommen. Das Original hat ein weiblicher Häftling nach seinem Tode mit anderen Habseligkeiten wie Briefe, Fotos, Erinnerungsring an Auschwitz mit der Innengravur: ‚eingeliefert
17. 2. 1941, entlassen …’ (Die Entlassung konnte nicht mehr eingetragen werden, weil mein Vater am 4. 1. 1944 angeblich eines
Herztodes verstarb) retten können. Die Frau hat die Sachen an sich genommen und bis zu der Befreiung im Januar 1945 versteckt gehalten, um es dann den Angehörigen zu bringen.
Sie traf nur mich an, denn die Mutter war mit dem jüngeren Bruder Josef zu der Zeit verschollen. Bis heute habe ich das Originalheftchen in Verwahrung und habe mich entschlossen, für Sie, Herr Beenen-Tandler, die entsprechende Seite herauszutrennen und als Geschenk zuzuschicken, denn bei Ihnen wäre es in würdigeren Händen als bei meinen Kindern.
Das Bild habe ich genannt: „Kreuzweg von Auschwitz“.
Das Gitter besteht aus lauter Kreuzen. Goldgelb und rot sind die Hoffnungszeichen.
Mit herzlichen Grüßen Ihr Stefan Mandrysch.“


Bild von Stefan Mandrysch: „Kreuzweg von Auschwitz“.

Stiller Protest,
so das Bild
an meiner braunen Tür: 
ein Mann
in Sträflingsklamotten
mit rotem Winkel
auf der Brust:
als wär’s bei 
den Hottentotten.
Ganz beklommen
schaut er drein.
Ein ausgesprochener Treppenwitz
der Weltgeschichte!
Ich bekenn es frank

und frei: 
Gott sei Dank
durchaus bewegbar
.
Beweglich
wie das Bild an meiner Tür.
Sie ist nicht zugeschlagen.
Hinter ihm wird
kein Tor mehr geschlossen:
„Arbeit macht frei!“
- wie in Auschwitz.
Jede Pforte
steht ihm weit offen.
Vor ihn gestellt
ein Emigrantenkoffer.
Er kann gehen.
Er darf auch bleiben.

Er wird wohl sterben.
Davor beug’ ich die Knie.
Der Vater ist dort umgekommen.

                                                      Jan-Robert Beenen-Tandler


Der Tannenbaum von Josef Mandrysch

Das Original:




Der Tannenbaum von Josef Mandrysch

Die Übertragung:

Er ist’s, der im hohen heißen Sommer
ragt empor im dichten dunklen Wald,
sein Antlitz fesch und ohne Kummer,
die andern um sich lässt er kalt.


Grün sein Gewand, stolz seine Figur,
erfrischend wirken seine Nadeldüfte,
so manchem schlägt zu früh die Uhr,
der in seinem Bann noch weilen möchte!

Und gilt’s zu schmücken die Ehrenpforten,
manch Kirch und lautes Fürstenhaus.
Unter all den Waldessorten
schlingt sich kraftvoll die Tann heraus!

Wenn die anderen alle welken,
hüllt sie sich fest in ihrem grünen Kleid.
Sie trotzt dem Winter, den Eisesnelken,
ob’s gruselig friert und heftig schneit!


Und rückt heran das schönste aller Feste,
die dufte Tanne als Weihnachtsbaum
im Glanz des Schmucks gibt sie das Beste,
in der Tat, sie sendet manch süßen Traum!

Ich sehe euch, meine Lieben alle,
in froher, süßer Weihnachtsstimmung,
doch manch Träne rollt dort zum Falle,
wo der Traum bleibt ohne Besinnung.

                                             6.12.42 JM 
































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